In Aschau, Willersdorf und Oberschützen (wie auch in den nahegelegenen Orten Goberling, Wiesfleck und Siget) stehen gut erhaltene und vorbildlich gepflegte romanische Dorfkirchen, erbaut im Zeitraum um 1300. Diese einfachen Dorfkirchen wurden meist als rechteckiger Saal mit flacher Holzdecke und mit einem halbrunden oder quadratischen Chor mit Kreuzgratgewölbe errichtet.
Die „Obere Wart“ lag im wenig besiedelten militärischen Ödland, einem von Nord nach Süd verlaufenden Grenzstreifen Ungarns, einer Konfliktzone zwischen deutschem und ungarischem Machtbereich. Unter welchen Umständen diese Dorfkirchen hier erbaut wurden, bleibt mangels schriftlicher Unterlagen ungeklärt. Das Gebiet war jahrhundertelang schwer umkämpft durch regionale Fehden, herrschaftliche Machtkämpfe, die „Güssinger Fehde“, Türkeneinfälle usw., Dörfer und Kirchen wurden immer wieder angezündet bzw. stark beschädigt.
Die Missionierung des Gebietes geht zurück auf die Errichtung von Missionskirchen im 9. Jhdt., als Vorgängerbauten nachgewiesen in Oberschützen und vermutet in Aschau.
Info: www.contemplom.at